Luftfahrtfans und Liebhaber spektakulärer Flugmanöver dürfen sich auf ein besonderes Highlight freuen. Der diesjährige Flugtag in Eger verspricht eine Vorführung, die die Zuschauer begeistern wird. Einer der Stars des Programms ist der weltweit bekannte Kunstflugpilot, Red Bull Air Race-Champion und Militärfluglehrer Martin Šonka. In Eger wird er jedoch nicht mit seinem gewohnten Hochleistungs-Kunstflugzeug auftreten, sondern seine außergewöhnlichen fliegerischen Fähigkeiten im Cockpit des legendären Schulflugzeugs ZLÍN Z-142 zeigen.
Für die Besucher wird dies ein einzigartiges Erlebnis sein. Einen Piloten von Šonkas Format in einem Flugzeug zu erleben, auf dem Generationen tschechoslowakischer und tschechischer Piloten ihre Ausbildung begonnen haben, verspricht eine beeindruckende Flugvorführung. Die ZLÍN Z-142 verfügt zwar nicht über die extreme Leistung moderner Kunstflugmaschinen, dafür treten fliegerisches Können, Präzision und das feine Gespür für die Maschine umso stärker in den Vordergrund.
Kunstfliegen mit einer ZLÍN Z-142 sei, so Šonka, der als Fluglehrer im Flugausbildungszentrum (Centrum leteckého výcviku – CLV) in Pardubice tätig ist, eine völlig andere Disziplin als das Fliegen eines reinen Kunstflugzeugs. Jeder Fehler werde sofort sichtbar, die Energie des Flugzeugs müsse deutlich sorgfältiger genutzt und jedes einzelne Manöver präzise geplant werden.
Dieses legendäre Flugzeug stammt aus den Werkhallen des traditionsreichen tschechoslowakischen Herstellers Moravan Otrokovice und wurde als Nachfolger der älteren Baureihe Z-42 entwickelt. Angetrieben wird die Maschine von einem zuverlässigen luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor Avia M 337 AK mit Kompressor und Niederdruck-Kraftstoffeinspritzung. Damit erreicht das Flugzeug im Horizontalflug eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 230 km/h. Das Cockpit zeichnet sich durch seine besondere Anordnung aus: Es ist für zwei Besatzungsmitglieder ausgelegt; Pilot und Flugschüler beziehungsweise Passagier sitzen nebeneinander und nicht hintereinander. Gerade für Ausbildungszwecke war dies ein großer Vorteil. In der tschechoslowakischen und internationalen Luftfahrt wurde dieser Flugzeugtyp vor allem für die Grund- und Weiterbildung von Zivil- und Militärpiloten sowie für das Training grundlegender Kunstflugmanöver in Aeroklubs eingesetzt. Für Tausende tschechischer Piloten war die ZLÍN Z-142 genau jenes Flugzeug, mit dem sie zum ersten Mal vom Boden abhoben.