Präzision am Himmel über Eger. Martin Šonka steigt ins Cockpit der Zlín Z-242L – des Flugzeugs, auf dem er Tag für Tag neue Piloten ausbildet

Luftfahrtfans und Freunde adrenalingeladener Erlebnisse dürfen sich auf ein echtes Highlight freuen. Der diesjährige Flugtag Eger verspricht eine Show, die keinen Zuschauer auf seinem Platz halten wird. Einer der großen Stars des Programms ist der weltbekannte Kunstflugpilot, Red-Bull-Air-Race-Champion und militärische Fluglehrer Martin Šonka. In Eger wird er nicht nur mit seinem gewohnten Kunstflugzeug zu sehen sein, sondern auch im Cockpit des Schulflugzeugs Zlín Z-242L sein fliegerisches Können unter Beweis stellen.

Für die Zuschauer wird dies ein ganz besonderes Erlebnis sein. Denn die Z-242L ist keineswegs ein historisches Flugzeug, das Šonka nur gelegentlich fliegt, es ist vielmehr ein Flugzeug, mit dem er jeden Tag in der Luft unterwegs ist. Als Fluglehrer im Flugausbildungszentrum in Pardubice, das vom staatlichen Unternehmen LOM PRAHA betrieben wird, bildet er auf dieser Maschine die nächste Generation von Piloten aus. Einen Piloten von Šonkas Klasse in einem solchen Flugzeug zu erleben und zu sehen, wie er bei einer Kunstflugvorführung das Maximum aus der Maschine herausholt, verspricht eine außergewöhnliche Show. Die Z-242L verfügt zwar nicht über die extreme Leistung moderner Kunstflugmaschinen, umso deutlicher treten jedoch das reine fliegerische Können, das Gespür fürs Detail und die Präzision hervor, mit der Šonka das Flugzeug durch den Himmel bewegt. 

Kunstflug mit einem Schulflugzeug ist Šonka zufolge eine völlig andere Disziplin als mit einer spezialisierten Kunstflugmaschine. Jeder Fehler wird sofort sichtbar, der Pilot muss wesentlich bewusster mit der Energie des Flugzeugs umgehen und jedes Manöver präzise vorausplanen. Genau diese Präzision vermittelt Šonka Tag für Tag auch seinen Schülern – und in Eger können die Zuschauer sie live und in voller Intensität erleben. 

Die Zlín Z-242L setzt die Tradition der berühmten Baureihen Z-42 und Z-142 fort. Diese Tradition wird bis heute von Zlín Aircraft mit Sitz in Otrokovice fortgeführt, dem Nachfolgeunternehmen des legendären Herstellers Moravan. Die Entwicklung der Z-242 begann 1977, der erste Prototyp absolvierte Ende 1978 seinen Erstflug. Während die ältere Z-142 noch mit dem klassischen Motor Avia M 337 AK ausgestattet war, werden die heutigen Versionen von einem modernisierten Lycoming-Motor und einem dreiblättrigen Verstellpropeller mit konstanter Drehzahl angetrieben. Das Cockpit verfügt zudem über moderne Glass-Cockpit-Avionik. Wie bei den Vorgängermodellen sind die Sitze nebeneinander angeordnet – ideal für die Kombination aus Fluglehrer und Flugschüler. Dadurch eignet sich die Maschine hervorragend für die Grund- und Fortgeschrittenenausbildung, einschließlich UPRT-Training und Kunstflugmanövern. Die Zulassung in insgesamt vierzehn Ländern, darunter die USA und Kanada, zeigt, dass sich dieses Flugzeug auch im internationalen Wettbewerb behaupten kann – und genau auf dieser Maschine wächst heute eine neue Generation tschechischer Piloten heran. 

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